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Tantra-Seminare
 Tantra-Seminare in Frankfurt
- November 2010
(Tantraseminarreihe VI) siehe Extraflyer
- April 2011
(Tantraseminarreihe VII) siehe Extraflyer
- November 2011
(Tantraseminarreihe VIII) siehe Extraflyer


 Tantrawoche in Lüsslingen
- Oktober 2010
Warum ist unser Leben so leer? Die Beziehungen der meisten Menschen sind doch oberflächlich, sinnlos und leer. So ist es doch, nicht wahr? Warum?
Was tun wir wirklich in unseren Beziehungen? Sind sie nicht ein Prozess der Selbstisolation? Ist nicht unser ganzes Leben ein Prozess der Selbsteinschliessung? Beziehung, Familie, Freundschaft, Liebe, all das hat sich zu einer Selbstisolationsmaschinerie entwickelt. Das Gefühl der Leere, das daraus kommt, füllen wir dann mit allerlei Oberflächlichkeiten, verstärken dadurch aber lediglich den gleichen Isolationsprozess, vergrössern unsere Isolation noch mehr. Liebe, mit jemandem, mit anderen ganz und gar vereint zu sein, auf allen Ebenen des Seins, das kennen wir nicht. Als Liebe kennen wir lediglich dieses Gefühl von Mein; meine Frau, mein Mann, meine Kinder, meine Freunde, mein Besitz, meine Leistung. Und dies ist natürlich wiederum der Isolationsprozess.
Unser ganzes Leben ist zu einer selbsteinschliessenden Kraft aus Gedanken und Gefühlen geworden, weil wir bewusst oder unbewusst Ausschliesslichkeit in der Beziehung suchen. Wie können wir diese Leere, diese Einsamkeit, diese innere Armut überwinden? Und wollen wir das überhaupt? Ist es uns nicht zu anstrengend? Der Prozess der Ausschliesslichkeit, mein Mann, meine Frau, mein Besitz, muss unweigerlich in ein Isolationsgefühl führen, und weil letztlich nichts in Isolation existieren kann, entsteht daraus Konflikt. Und auch diesem Konflikt versuchen wir dann wieder zu entfliehen, durch endlose, oberflächliche Ablenkung zu entgehen.
Was man braucht, ist Zuneigung und Liebe. Man kann nur kommunizieren, kooperieren, in Kommunion sein, wenn Liebe da ist. Liebe ist die Revolution, die das Gefängnis aufbricht. Liebe ist aber weder Gefühl noch Idee. Sie entsteht, wenn das Denken schweigt. Allerdings erfordert es zuerst die höchste Form des Denkens, um schliesslich darüber hinausgehen zu können. Und bevor nicht alle Gefühle bis in ihre letzten und filigransten Ausdifferenzierungen integriert sind, erblüht die Liebe auch nicht in uns. Zuerst muss der Kopf und seine ganze Aktivität verstanden sein; aber erst wenn der Kopf schliesslich still wird und dem Herzen die Führung überlässt, wird Liebe möglich. Um zu begreifen, was Liebe ist oder sie gar in sich tragen zu können, müssen wir uns sehr gut kennen, vor allem unser Denken, unseren Kopf sehr gut kennen. Nur durch eine sich ständig vertiefende und erweiternde Selbsterkenntnis wird richtiges Denken und Fühlen, die höchste Form des Denkens und Fühlens, und ein freies, intelligentes Leben und damit Liebe möglich. Erst, wo auf das Selbst aus Einsicht verzichtet wird, hat die Liebe eine Chance. Darin sind alle Denkprozesse, so wie sie wirklich stattfinden, verstanden. Erst in diesem Verstehen, dieser Befreiung des Geistes vom selbstisolierenden, selbsteinschränkenden Prozess entsteht überhaupt die Möglichkeit der Liebe.
Diese Liebe, einmal gefunden – wir nennen dies auch die tantrische Lebenshaltung – sucht nach neuen Formen des Zusammenlebens. Oder vielmehr: sie drückt sich unmittelbar durch die Innovation neuer Lebensmöglichkeiten im Miteinander aus. Sie schafft Gemeinschaft, bringt eine Kultur der Liebesnächte hervor. Sie beschäftigt sich mit tantrischen Kreisen, mit Mehrfachbeziehungen, mit der Gruppenehe. Wie immer wir es dann nennen mögen, es wird die Liebe sein, die kreativ ein neues Leben gebiert, in dem sich alle glücklich fühlen werden. Keine neuen Ideen werden uns helfen, keine neuen Gedanken. Sie gehören alle zum selbsteinschliessenden, ewig auf Sicherung bedachten, alten Muster. Ohne Liebe gibt es kein anderes Leben, nichts anderes als den Stumpfsinn, dem wir täglich unterworfen sind. Liebe, der Zustand davon, und das Suchen neuer Lebensformen, ihr Ausdruck, sind nicht voneinander zu trennen. Die tantrische Lebenshaltung zu finden, Liebe zu finden im Sein und im Wirken, gehört zur höchsten Lebenskunst. Nur einem sehr ernsthaften, tief gründenden und zur Selbstaufgabe bereiten Menschen wird sich der Zugang dazu erschliessen.
Tantra ist gelebte Liebe. Für die meisten Menschen ist Liebe, gelebte Liebe nur eine unerreichbare Möglichkeit, ein Potenzial, das in ihnen schlummert. Die Arbeit, die es braucht, um Liebe zum Leben zu erwecken, würden sie niemals vollbringen.
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Der Flyer Tantrawoche 2010 steht links im Menü unter DOWNLOAD zur Verfügung.


 Tantrische Rituale und Meditationen
für Fortgeschrittene
Wir werden voraussichtlich ab ca. Herbst 2010 wiederum eine Abendgruppe über ca. 3 - 4 Jahre mit abschliessender Woche zum gemeinsamen Feiern anbieten. Die Gruppe wird sich unter anderem mit tantrischen Übungen und Dreieckskonstellationen beschäftigen.
Wir beginnen ab sofort, Anmeldungen zu sammeln!
Mehr Informationen hier...


 Tantrazyklus im Odenwald
- November 2010
(Tantraseminarreihe 1 ) mehr Informationen siehe hier...


 Der tantrische Kreis
Inklusiv-Kurs in tantrischer Therapie im Odenwald
- ab November 2010
2 x im Jahr soll voraussichtlich im Landhaus Sonnenberg/Odenwald
ein 5-Tages-Seminar stattfinden.
Mein Therapieverständnis hat sich Laufe der Jahre, seitdem wir als Psychotherapeuten unterwegs sind, laufend geändert. Über verschiedene Zwischenschritte sind wir schliesslich dort angelangt, wo wir heute stehen. Heute sehen wir Therapie mehr als ein freundschaftliches Gespräch. Alle Methoden, alle Techniken sind allmählich von uns wieder abgefallen. Sogar jeden Versuch, eine Veränderung, eine Verbesserung, eine Heilung zu bewirken, haben wir mit der Zeit aufgegeben. Man kann niemandem helfen. Man kann nichts verändern. Man kann lediglich Zeit miteinander verbringen, man kann lernen, mit dem zu sein, was ist, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Aber gerade darin, in einem Zusammensein ohne jede Absicht, ohne jedes Motiv, ohne jedes Ziel, in einem schlichten Zeitverbringen miteinander, in einem freundschaftlichen Zusammensein geschieht dann erstaunlich viel: Wachstum nämlich. Das braucht viel Geduld, Geduld, welche die Essenz der Liebe ist. Denn Wachstum geht langsam vor sich, alles Natürliche wächst fast unmerklich langsam, so wie Bäume wachsen. Und alles findet darin seinen Platz, sogar zuweilen das, was man früher lernte, dass es Therapie sei: Konfrontation, Aufdecken, Bewusstmachen, Widerstandsbearbeitung, Übertragungsgeschich-ten etc. etc. „Beherrsche das Nichttun, und alles wird um dich herum wie von selbst geschehen“, erkannte schon Lao Tse.
Eine Zeit lang hatten wir fast ein schlechtes Gewissen, für eine so „schlichte Tätigkeit“ bezahlt zu werden. Eigentlich bieten wir nichts mehr, tun wir nichts, wissen wir nichts. Alles, was wir anzubieten haben, ist, mit dir zu sein, dir unsere Aufmerksamkeit zu schenken, mit dir ein Stück deines Weges zu gehen, dich auf unserem Weg ein Stück mitzunehmen. Erstaunt hat uns auch zuerst, dass überhaupt noch Interesse da war bei den Menschen, sich auf diese Weise mit uns einzulassen, sogar viel mehr als vorher.
Schliesslich haben wir uns aber auch da hinein ergeben. Wir leben in einer verrückten Welt, in einer Welt voller eigenartiger Einrichtungen. Wir haben sie nicht eingerichtet, sonst hätten wir wohl einiges anders gemacht. Wir sind lediglich darin aufgewacht und fanden uns aufwachenderweise in dieser eigenartigen Situation, dass wir Geld bekommen dafür, Freundschaften einzugehen, Freundschaften zu schliessen, Freunde zu begleiten, für Freunde Zeit zu haben. Plötzlich konnten wir das Wunderbare darin erkennen: Wie schön, dass das Schicksal uns an diesen Platz gestellt hat! Warum sollten wir es nicht geniessen, dass alles so eingerichtet ist? Alles ist gut, so wie es ist. Jedenfalls für den, der so weit gegangen ist, dass er alles nehmen lernte, so wie es ist, findet eine wundersame Wandlung statt, die zu einem Zustand führt, aus dem heraus dieser Satz volle Gültigkeit hat.
So sieht heute unser Therapieverständnis aus. Und vor diesem Hintergrund haben wir mit der tantrischen Arbeit und mit dem Leben in Gemeinschaft begonnen. Aus der Einsicht heraus, dass man zusammen leben muss, zusammen viel Zeit verbringen muss, damit sich das Wesen der Menschen zeigen kann und wirklich etwas Essentielles aus unserem Zusammensein hervorwachsen kann.
Auch in der tantrischen Arbeit lehnen wir alle Übungen und alle Rituale, alle reizvollen Unterhaltungen ab. Sein mit dem, was ist! Sich zeigen in dem, was ist. Fast langweilig, oft ermüdend, sicherlich zermürbend ist unser Vorgehen. Denn eigentlich ist es kein Vorgehen, eigentlich tun wir nichts. Alles, was wir wollen, ist zusammen sein und dich sehen, wie du bist, einander sehen, wie wir sind. Im Umgang mit dem Leben, im Umgang mit uns selbst, im Umgang miteinander, im Umgang mit der sexuellen Kraft.
In der „gewöhnlichen“ Therapiestube stösst man immer wieder auf die leidigen, alles beherrschenden sexuellen Probleme zwischen Männern und Frauen, in den Frauen, in den Männern. Aber man bekommt sie nie wirklich zu sehen. In der „tantrischen“ Therapiestube ziehen wir uns aus. Das ist eigentlich alles. Darin, im Nichttun, nüchtern, langweilig, trostlos, im Sein mit dem, wie du tatsächlich bist, beginnt etwas zu geschehen. Alles liegt auf dem Tisch, auf der Hand, die Tür zu jedem Schlafzimmer und seinem Elend ist geöffnet.
Und siehe da, deine Wahrheit, deine beängstigende und unterdrückte Wahrheit um die sexuelle Kraft beginnt sich zu zeigen, zu recken, sich vorzutasten. Viel Angst ist zu überwinden, viel Widerstand anzuschauen, viel Unehrlichkeit einzugestehen. Deshalb doch wieder: tantrische Therapie, tantrische Psychotherapie! Aber auch die Freude, die Schönheit, die Neugier erwachen allmählich darin.
Und schliesslich nach vielen Irrtümern und Verwirrungen beginnt sich der tantrische Kreis zu formen, das Glück liebenden Bezogenseins sich zu zeigen, ganz natürlich, von selbst. Darüber kann man nicht reden, nicht wirklich schreiben. Das muss man erleben; erleben, wie wirkliches, erwachtes Leben ist.
Dazu laden wir dich ein, sofern du davon angesprochen bist.
Die Seminare werden zwar offen geführt, so dass jedes auch einzeln besucht werden kann, bilden aber eine fortlaufende und tiefer führende Reihe. Wir hoffen natürlich, dass sich eine stabile Kerngruppe herausbilden wird, so dass eine Reise in ein grosses Eingelassensein füreinander möglich wird. Bei den Seminaren handelt es sich um Inklusiv-Seminare, d.h. sie sind kombiniert mit unserer psycholytischen Arbeit.
Wir: Wir, das sind Danièle und Samuel, als tantrische Lehrer, Therapeuten oder Meister, und Marianne und Marlène sowie weitere Helfer als Organisatoren und Assistenten.
Kosten:
Für jedes Seminar SFr. 600.-- (Euro 400.--), zusätzlich kommen die Auslagen für Kost und Logis dazu. Beides ist am ersten Kurstag in bar zu entrichten.
Weitere Bedingungen:
Vorgespräch oder Vorerfahrungen mit dem Seminarangebot (speziell auch dem tantrischen) von Samuel und Danièle
Anmeldung:
Karin Engelkamp
Tel: 0041 / (0) 79 / 821 74 21
karin.engelkamp(at)gawnet.ch
Rückzüge definitiver Anmeldungen: Bis einen Monat vor Seminarbeginn Euro 100.-- Stornogebühr. Ab einer Woche vor Beginn verfällt der ganze Betrag, falls kein Ersatz gefunden werden kann.




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 Tantrische Rituale und Meditationen
für Fortgeschrittene
Die Gruppe beginnt voraussichtlich im Herbst 2010 (die genauen Daten werden noch festgelegt).
Sie findet jeweils an einem Dienstagabend von 20.15 - 22.30 Uhr und im Durchschnitt alle 3-4 Wochen (ca. 15 x im Jahr) statt. Sie ist gegliedert in 3 Teile von unterschiedlicher und nicht im Voraus festzulegender Länge.
Alle Teilnehmer/Innen entscheiden sich für jeden der Teile wieder neu. Teilnehmen können Paare jeder Art. Auch Dreieckskonstellationen sind selbstverständlich willkommen. Man kann aber nur mit festen Partnern, auf die man sich für die ganze Zeit der Teilnahme verpflichten will, mitmachen. In besonderen Fällen und nach individueller Absprache können auch alleinstehende Einzelpersonen zugelassen werden.
Anmeldung:
Marianne Principi
Rebe 139, 4574 Nennigkofen
(0041)/(0)79 741 14 02
kirschbluete(at)gmx.ch
Vorgespräch:
Danièle oder Marianne führen mit allen Interessierten ein Vorgespräch, in dem geklärt wird, ob keine falschen Erwartungen in Bezug auf die Gruppe bestehen und ob die Voraussetzungen dazu vorhanden sind.
Kosten:
Je nach Teilnehmerzahl.
Maximal Fr.30.-- bis Fr.50.-- pro Person bzw. Fr.60.-- bis Fr.100.-- pro Paar und Abend.
Was meinen wir mit Tantra für Fortgeschrittene?
Wir erwarten nicht ein Fortgeschrittensein in Bezug auf tantrische Praktiken oder so etwas, sondern vielmehr eine fundierte, ernsthafte Vorerfahrung im Sinne von therapeutischer Auseinandersetzung, von Selbsterkenntnis und eine grosse Bereitschaft, sich einer ernsthaften und offenen Auseinandersetzung mit der Sexualität zu stellen, sich darin auch wirklich zu zeigen und vorhandene Probleme damit (Hemmungen, Blockaden, Eifersucht, Besitzdenken, Dreiecksprobleme, verlorene Freiheit etc...) in dieser Offenbarung und dem gemeinsamen Lernen, das daraus kommt, zu lösen. Wir wollen eine äusserst nüchterne, aber gleichzeitig auch feierliche und würdevolle Atmosphäre zusammen schaffen, in der wir gemeinsam die Wahrheit um die ungelösten Fragen von Gemeinschaft, Dreiecksproblematik usw. aufspüren können. Die Gruppe soll auch im Geiste der Einladung, wie sie im Anhang zum Buch „Im Irrgarten der Lust“ (Samuel Widmer, 1997, 2. Auflage Editions Heuwinkel) ausgesprochen wurde, geführt werden. In diesem Buch findest du ebenso wie im weiterführenden Band „Von der unerlösten Liebe zwischen Vater und Tochter“ (Samuel Widmer, 1992, Editions Heuwinkel) die fundamentalen Gedanken, die unserer Arbeit zugrunde liegen.
Persönlich haben wir immer wieder viel Respekt und eine grosse Scheu, uns auf diese Art von Gruppenerfahrung einzulassen. Das Potenzial für emotionale Auswüchse, für Konflikte, in die wir mitverwickelt werden könnten, und für Verratsgeschichten ist darin sehr gross. Es wäre für uns viel leichter und weniger überfordernd, in einer klar abgegrenzten, therapeutischen Distanz zu bleiben. Erfahrungsgemäss kommt man aber mit einer solchen Haltung den Problemen um die Sexualität nicht bei. Wir haben uns deshalb entschlossen, zögernd zwar, aber auch wieder mit leidenschaftlichem Engagement, uns erneut und noch radikaler darauf einzulassen.
Wir wollen zusammen genussvolle Abende gestalten, die voller Tiefe, Schönheit und Schlichtheit sind. Wir wollen Feierlichkeit und Meditation miteinander zu verbinden versuchen. Zusammen! Denn Wesentliches wird niemals aus dem Geführtwerden geboren, sondern aus der Freiheit der Eigenständigkeit. Und Schlichtheit! Denn in der Einfachheit und Nüchternheit entsteht ein konfliktfreies Feld des Bezogenseins, und allein auf dieser Grundlage blühen Liebe und Schönheit. Und unbedingt Meditation: Denn zwischen dem Zustand der Meditation und ausgelassenem Fröhlichsein besteht kein wirklicher Unterschied. Sie bedingen einander. Ohne die Achtsamkeit einer meditativen Haltung ist alle Freude Seichtheit, und ohne Freude ist alle Meditation tote Disziplin. Und nicht zuletzt: Versuchen wollen wir das alles! Denn erreichen werden wir es kaum, und lassen werden wir es doch nie können. In der heiteren Vereinigung dieser Widersprüche liegt die Kunst der Makellosigkeit.
Das Angebot scheint uns besonders auch geeignet für Menschen und Gruppierungen, die bereits erste Schritte zu alternativen Lebensformen im Sinne von gemeinschaftlichem Leben unternommen haben. Gemeinschaftsbildung ist uns bei all unserem Tun immer wieder ein besonderes Anliegen.
Dieser Kurs soll insbesondere auch ein Lehrgang sein, in dem wir zusammen einen Start in die neue Geschichte versuchen, wie sie Samuel in seinen Romanen „kirschbaum-blütenblätterweiss, die ganz, ganz neue Geschichte“ und „Celias Garten“ (beide: Paul Nicolet) besungen hat. Wir wollen uns der innersten Innigkeit, wie sie uns möglich ist und wie sie dieses Buch umreisst, gemeinsam nähern. Auch die gründliche Lektüre dieser Romane, die eigentlich Lehrbücher über diese innerste Innigkeit sind, wird als Grundlage für diese Arbeit vorausgesetzt. Dazu ein Auszug aus dem ersten der erwähnten Bände:
Sebastian beschreibt eine der möglichen Zukunften, die sich aus seiner Gegenwart, aus der Gegenwart der Menschen um ihn, aus unser aller Gegenwart erheben könnte. Die Entfaltung der Geschichte ist nicht besonders wichtig. Sie könnte auch anders sein. Es gibt unzählige, vielfältige Möglichkeiten. Das Neue der ganz, ganz neuen Geschichte besteht nicht so sehr in einer neuen, anderen, besonderen Möglichkeit, obwohl ihr Ausdruck sich dann tatsächlich auch unterscheidet von den Formen, die die alte Geschichte gewählt hat. Aber in erster Linie ist die neue Geschichte ein Gefühl, ein neues Gefühl, ein Zustand, ein anderer Zustand. Ein Gefühl, ein Zustand, der diese neue Geschichte ausfüllt, zwischen ihren Zeilen hängt, vielleicht nicht einmal von jedem gesehen, erfahren werden kann.
Vielleicht musst du selbst neu sein, selbst Teil der neuen Geschichte sein, um sie zu erfassen, selbst den Zustand dieses Anderen in dir tragen. Kirschbaumblütenblätterweiss könnte sein Name sein, seine Beschreibung, seine Qualität. Aber auch das vermag seinen wirklichen Duft nicht einzufangen.
Ist es Glück? Ist es Liebe? Oder Stille?
Ihr Geheimnis, das Geheimnis der ganz, ganz neuen Geschichte wohnt im Innersten der Kirschbaum-blüte und im Allerinnersten der Callablüte. Darum kann es niemand finden.
Du kennst dieses Gefühl, diesen Zustand. Jeder kennt ihn. Aber kannst du ihn in dir halten, für immer, unter allen Umständen, durch nichts aus ihm herausgeworfen, von ihm abgebracht werden? Die neue Geschichte beginnt mit deiner definitiven Verwurzelung in diesem Einen, das du genau kennst, das jeder von uns kennt.


 KriegerTantra im Odenwald
- Mai 2011 (KriegerTantra II) siehe Extraflyer
- November 2011 (KriegerTantra III) siehe Extraflyer
Weitere Informationen gibt es hier zum Download.


 KriegerTantra - Seminarreihe im Odenwald
ab November 2010
In der Gruppe, die sich seit Jahren an verschiedenen Orten in Deutschland trifft, hat sich der Wunsch nach einer Kombination der Kriegerschule mit dem Thema des Tantra herausgeschält. Wir haben die Herausforderung angenommen. Neue Teilnehmer, vor allem auch Anfänger in beiden Bereichen, sind willkommen, da wir uns in dieser Seminarreihe sehr sorgfältig und langsam an die damit verbundenen Fragen herantasten wollen.
Zur Orientierung fügen wir die Einladungen sowohl für unsere Kriegerseminare wie für unsere Tantra-Seminare bei. Die Kombination wird aber etwas Neues sein.
Die Art des Kriegers
Immer wieder stellen wir fest, dass auch ernsthafte Seminarteilnehmer zu wenig exakt sind im Prozess der Selbsterkenntnis, für den sie sich aufgemacht haben, und daher die Früchte nicht ernten können, nach denen sie sich strecken. Der Prozess der Selbsterkenntnis ist auch der Weg des Kriegers. Es genau zu nehmen mit der Selbsterkenntnis, heisst daher auch, ein guter Krieger zu sein. Selbsterkenntnis oder der Weg des Kriegers führt zu einer inneren und äusseren Ordnung bezüglich des ganzen Lebens. Nur auf dieser Grundlage ist ein tieferes Eintauchen in die Geheimnisse unserer Existenz möglich.
Deshalb haben wir uns entschlossen, einen drei- bis vierjährigen Zyklus zur „Art des Kriegers“ anzubieten. Wir verstehen ihn auch als Vorbereitungskurs für unsere Ausbildungen; er soll aber auch für sich allein ein gutes Werkzeug liefern für die Selbsterfahrung und sogar denen helfen, die nach abgeschlossener Ausbildung zum Energietherapeuten feststellen müssen, dass es ihnen noch an genügender Genauigkeit in der Selbsterkenntnis und darum in ihrem Leben an Freude und Glück mangelt.
Woher das Konzept des Kriegers ursprünglich stammt, ist mir nicht bekannt. Es scheint ihm etwas Universelles anzuhaften. Persönlich habe ich es durch die Werke Carlos Castanedas beziehungsweise durch die durch diesen vermittelte Lehre des Yaqui-Indianers Don Juan Matus kennen gelernt und aufgenommen.
Es hat mich unmittelbar überzeugt und begleitet mich seither durch mein Leben. Es fasst den Weg der Selbsterkenntnis und ihre angewandte Disziplin im täglichen Leben bündig zusammen. Der Kampf des Kriegers ist ein Kampf mit sich selbst, mit dem Selbst, das er zu überwinden trachtet, um völlige Freiheit zu erlangen. Der Krieger weiss, dass er sich nicht ändern kann; trotzdem versucht er es beharrlich. Sein Lohn schliesslich ist nicht die Änderung, sondern der Wandel, der daraus kommt, dass seine Beharrlichkeit eine Energie aufgebaut hat, die alles verändert. Der Wandel, den er schliesslich, wenn er genügend Kraft aufgebaut hat, erlebt, ist das Wiederfinden des Ursprünglichen, des unkonditionierten Geistes, der nicht in Gewohnheitsmustern gefangenen, freien Energie. Die Stimmung des Kriegers beinhaltet gleichzeitig Selbstbeherrschung und Selbstvergessen, gleichzeitig ein sich zusammen Nehmen und ein vollkommenes Loslassen. Der Krieger macht seine Stimmung selbst. Es ist die grossartige Tat eines Kriegergeistes, dies zu vollbringen.
Am Weg des Kriegers gibt es nichts auszusetzen. Er ist in sich vollkommen und bezieht das ganze Leben mit ein. Die Art des Kriegers zu finden, ist die einzige Herausforderung, die unseres Menschseins vor dem Hintergrund des Mysteriums der Existenz würdig ist.
Tantra-Seminar-Reihe
Mein Therapieverständnis hat sich Laufe der Jahre, seitdem wir als Psychotherapeuten unterwegs sind, laufend geändert. Über verschiedene Zwischenschritte sind wir schliesslich dort angelangt, wo wir heute stehen. Heute sehen wir Therapie mehr als ein freundschaftliches Gespräch. Alle Methoden, alle Techniken sind allmählich von uns wieder abgefallen. Sogar jeden Versuch, eine Veränderung, eine Verbesserung, eine Heilung zu bewirken, haben wir mit der Zeit aufgegeben. Man kann niemandem helfen. Man kann nichts verändern. Man kann lediglich Zeit miteinander verbringen, man kann lernen, mit dem zu sein, was ist, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Aber gerade darin, in einem Zusammensein ohne jede Absicht, ohne jedes Motiv, ohne jedes Ziel, in einem schlichten Zeitverbringen miteinander, in einem freundschaftlichen Zusammensein geschieht dann erstaunlich viel: Wachstum nämlich. Das braucht viel Geduld, Geduld, welche die Essenz der Liebe ist. Denn Wachstum geht langsam vor sich, alles Natürliche wächst fast unmerklich langsam, so wie Bäume wachsen. Und alles findet darin seinen Platz, sogar zuweilen das, was man früher lernte, dass es Therapie sei: Konfrontation, Aufdecken, Bewusstmachen, Widerstandsbearbeitung, Übertragungsgeschich-ten etc. etc. „Beherrsche das Nichttun, und alles wird um dich herum wie von selbst geschehen“, erkannte schon Lao Tse.
Eine Zeit lang hatten wir fast ein schlechtes Gewissen, für eine so „schlichte Tätigkeit“ bezahlt zu werden. Eigentlich bieten wir nichts mehr, tun wir nichts, wissen wir nichts. Alles, was wir anzubieten haben, ist, mit dir zu sein, dir unsere Aufmerksamkeit zu schenken, mit dir ein Stück deines Weges zu gehen, dich auf unserem Weg ein Stück mitzunehmen. Erstaunt hat uns auch zuerst, dass überhaupt noch Interesse da war bei den Menschen, sich auf diese Weise mit uns einzulassen, sogar viel mehr als vorher.
Schliesslich haben wir uns aber auch da hinein ergeben. Wir leben in einer verrückten Welt, in einer Welt voller eigenartiger Einrichtungen. Wir haben sie nicht eingerichtet, sonst hätten wir wohl einiges anders gemacht. Wir sind lediglich darin aufgewacht und fanden uns aufwachenderweise in dieser eigenartigen Situation, dass wir Geld bekommen dafür, Freundschaften einzugehen, Freundschaften zu schliessen, Freunde zu begleiten, für Freunde Zeit zu haben. Plötzlich konnten wir das Wunderbare darin erkennen: Wie schön, dass das Schicksal uns an diesen Platz gestellt hat! Warum sollten wir es nicht geniessen, dass alles so eingerichtet ist? Alles ist gut, so wie es ist. Jedenfalls für den, der so weit gegangen ist, dass er alles nehmen lernte, so wie es ist, findet eine wundersame Wandlung statt, die zu einem Zustand führt, aus dem heraus dieser Satz volle Gültigkeit hat.
So sieht heute unser Therapieverständnis aus. Und vor diesem Hintergrund haben wir mit der tantrischen Arbeit und mit dem Leben in Gemeinschaft begonnen. Aus der Einsicht heraus, dass man zusammen leben muss, zusammen viel Zeit verbringen muss, damit sich das Wesen der Menschen zeigen kann und wirklich etwas Essentielles aus unserem Zusammensein hervorwachsen kann.
Auch in der tantrischen Arbeit lehnen wir alle Übungen und alle Rituale, alle reizvollen Unterhaltungen ab. Sein mit dem, was ist! Sich zeigen in dem, was ist. Fast langweilig, oft ermüdend, sicherlich zermürbend ist unser Vorgehen. Denn eigentlich ist es kein Vorgehen, eigentlich tun wir nichts. Alles, was wir wollen, ist zusammen sein und dich sehen, wie du bist, einander sehen, wie wir sind. Im Umgang mit dem Leben, im Umgang mit uns selbst, im Umgang miteinander, im Umgang mit der sexuellen Kraft.
In der „gewöhnlichen“ Therapiestube stösst man immer wieder auf die leidigen, alles beherrschenden sexuellen Probleme zwischen Männern und Frauen, in den Frauen, in den Männern. Aber man bekommt sie nie wirklich zu sehen. In der „tantrischen“ Therapiestube ziehen wir uns aus. Das ist eigentlich alles. Darin, im Nichttun, nüchtern, langweilig, trostlos, im Sein mit dem, wie du tatsächlich bist, beginnt etwas zu geschehen. Alles liegt auf dem Tisch, auf der Hand, die Tür zu jedem Schlafzimmer und seinem Elend ist geöffnet.
Und siehe da, deine Wahrheit, deine beängstigende und unterdrückte Wahrheit um die sexuelle Kraft beginnt sich zu zeigen, zu recken, sich vorzutasten. Viel Angst ist zu überwinden, viel Widerstand anzuschauen, viel Unehrlichkeit einzugestehen. Deshalb doch wieder: tantrische Therapie, tantrische Psychotherapie! Aber auch die Freude, die Schönheit, die Neugier erwachen allmählich darin.
Und schliesslich nach vielen Irrtümern und Verwirrungen beginnt sich der tantrische Kreis zu formen, das Glück liebenden Bezogenseins sich zu zeigen, ganz natürlich, von selbst. Darüber kann man nicht reden, nicht wirklich schreiben. Das muss man erleben; erleben, wie wirkliches, erwachtes Leben ist.
Dazu laden wir dich ein, sofern du davon angesprochen bist.
Wir: Wir, das sind Danièle und Samuel, als tantrische Lehrer, Therapeuten oder Meister, und Marianne, Marlène & Alwin sowie weitere Helfer als Organisatoren und Assistenten.
Ort und Zeit: Vorläufig zweimal im Jahr soll ab November 2010 voraussichtlich im Landhaus Sonnenberg/Odenwald ein 5-Tages-Seminar stattfinden. Die Daten für die acht Seminare stehen im Wesentlichen (Änderungen vorbehalten!) fest:
Die Seminare werden zwar offen geführt, so dass jedes auch einzeln besucht werden kann, bilden aber eine fortlaufende und tiefer führende Reihe. Wir hoffen natürlich, dass sich eine stabile Kerngruppe herausbilden wird, so dass eine Reise in ein grosses Eingelassensein füreinander möglich wird. Bei den Seminaren handelt es sich um Inklusiv-Seminare, d.h. sie sind kombiniert mit unserer psycholytischen Arbeit.
Kosten: Für jedes Seminar SFr. 600.-- (ca. Euro 400.--), zusätzlich kommen die Auslagen für Kost und Logis dazu. Beides ist am ersten Kurstag in bar zu entrichten.
Weitere Bedingungen: Für Neuhinzukommende Vorgespräch bei Marlène Graf-Bornhütter (Tel. 0049 (0)6167-355) oder Marianne Principi (Tel. 0041 (0)79 821 74 21 oder Email: kirschbluete@gmx.ch) oder Vorerfahrungen mit dem Seminarangebot (speziell auch dem tantrischen) von Samuel und Danièle
Anmeldung: Karin Engelkamp, CH-4574 Nennigkofen,
Tel. 0041 (0)79 821 74 21, Email: karin.engelkamp@gawnet.ch
Rückzüge definitiver Anmeldungen: Bis einen Monat vor Seminarbeginn Euro 100.-- Stornogebühr. Ab einer Woche vor Beginn verfällt der ganze Betrag, falls kein Ersatz gefunden werden kann.
Samuel & Danièle Widmer Nicolet




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